†Engel desTodes†

Kindesmissbrauch

 

Signale betroffener Mädchen und Jungen

Auch wenn die meisten Mädchen und Jungen nicht wagen, offen über den sexuellen Missbrauch zu reden, so teilen sie sich dennoch mit, um diese unerträgliche Situation zu beenden. Ihre verdeckten Hinweise sind aber für Dritte oft schwer verständlich. Ein Anzeichen für sexuellen Missbrauch kann sein, dass sich das Verhalten eines Kindes ändert, ohne dass ein Grund ersichtlich ist. Vielleicht ist sie oder er auf einmal verschlossen und bedrückt, zieht sich zurück, erzählt nicht mehr unbefangen von alltäglichen Erlebnissen. Oder aber das Kind ist plötzlich übernervös und unruhig, zeigt vielleicht ein unübliches aggressives Verhalten. Manche Mädchen und Jungen spielen nach, worüber sie nicht reden dürfen, oder benutzen eine auffällig sexuelle Sprache. Mag sein, das Kind meidet plötzlich bestimmte Orte, Situationen oder Personen. Man hat das Gefühl: "Was ist bloß mit ihr los, so war sie doch sonst nicht." "Irgendwas stimmt mit ihm nicht, so kenne ich ihn ja gar nicht." Diese Verhaltensänderungen können immer auch verschiedene andere Gründe haben, die ernst zu nehmen und wichtig sind, die Ursache kann aber auch ein sexueller Missbrauch sein. Manche Mädchen und Jungen versuchen sich langsam und vorsichtig an ein Gespräch heranzutasten. Sie machen Andeutungen, die wir auf Anhieb nicht verstehen und sagen vielleicht: "Der Herr Soundso ist blöd" oder "Ich will nicht mehr mit dem Opa spielen" oder "Ich geh' aber nicht mehr zu Frau Soundso zur Nachhilfe."

Jede Auffälligkeit ist eine Nachfrage und eine Abklärung wert!!!

Unerklärliche und sexualisierte Handlungsweisen (z. B. beim Spielen oder Sprechen)

Verändertes Hygieneverhalten (z. B. Verweigerung des Ausziehens, Waschzwang)

Verändertes Essverhalten (z. B. dauernde Essensverweigerung, Erbrechen, Daueressen)

Aktivitätsveränderungen (Aggressivität, Destruktivität, Rückzug, Verstummen)

Angst und auffallende Flucht in Fantasiewelten

Änderungen im Schlafverhalten (z. B. plötzlich auftretende Probleme, alleine zu schlafen)

Schulleistungsverhalten (Unfähigkeit, sich einfache Dinge zu merken, Gedächtnislücken)

Zwangsverhalten (ständiges Wiederholen im Denken, Sprechen oder Handeln)

Stimmungswechsel

Weglaufen

Krankheiten